Druckgrafische Serien

In den Jahren 2004 - 2007 entstanden mehrere druckgrafische Serien, unter anderem in den Techniken der Strichätzung und der Aquatinta-Flächenätzung. Die Arbeiten sind Unikate als Artist Prints, es gibt keine gedruckte Auflage. Die Druckgrafiken gehören thematisch zu meinen Malerei-Serien Aran und Waiting und greifen natürlich auch deren Farbgebung und Motive auf. Durch den Übertrag in ein anderes Medium entwickeln sich meine Arbeiten einer Serie immer weiter. 

 

Aran Serie

Basierend auf den Eindrücken der winzigen Inseln der Aran Islands (Irland) arbeite ich im Sommer 2005 an einer Serie von Radierungen.

Ich setze sie in der Technik der Strichätzung (Linie), Aquatinta (Flächen) auf Kupferdruckplatten in der Größe 50 x 50 cm im 4-Platten-Druck auf Büttenpapier im Format 76 x 57 cm um.  

 

Die Aran Serie besteht aus 30 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Platten- und Farbkombinationen.

 

Waiting Serie

Die druckgrafischen Blätter der Waiting Serie aus 2007 lehnen sich an meine malerischen Serien an, erweitern und ergänzen diese. Architektonische Strukturen, wie das "Grid", spielen auch hier -  meist im Hintergrund - eine tragende Rolle und gehen eine Verbindung mit den landschaftlichen Anklängen, den mehr oder minder breiten horizontalen Flächen, ein. 

  

Die Serie Waiting I besteht aus 37 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Platten- und Farbkombinationen.  

  

Die Serie Waiting II besteht aus 8 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Platten- und Farbkombinationen. 

 

Die Serie Waiting III besteht aus 30 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Platten- und Farbkombinationen.  

 

Die Serie Waiting IV besteht aus 17 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Platten- und Farbkombinationen.

 

Aquatinta Serie

In den Jahren 2001 bis 2004 beschäftige ich mich intensiv mit dem menschlichen Körper, fertige Aktzeichnungen und Anatomiezeichnungen an. Diese Eindrücke setze ich in den abstrakten Werken der Druckgrafik-Serie Aquatinta aus 2004 um. Die Arbeiten sind figurativer als meine anderen Serien. Es sind Muskel- und Skelettstrukturen zu erahnen, dadurch wirken sie fast plastisch. 

 

Die Serie Aquatinta I aus 2004 besteht aus 36 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Farben. 

 

Die Serien Aquatinta II und Kaltnadelradierung aus 2004 besteht aus 8 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Farben.

 

Die Serie Aquatinta III aus 2004 besteht aus 6 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Farben. 

 

Die Serie Aquatinta aus 2004 besteht aus 18 Einzelblättern (artist prints/Unikate) in verschiedenen Farben.

 

Bei der Strichätzung werden Linien mit einem spitzen Metallstift in eine Kupferplatte eingeritzt, die anschließend im Ätzbad geätzt wird. Die Tiefe der Linie ist abhängig von der Ätzdauer - je tiefer die Linie, desto mehr Farbe kann sich darin sammeln und desto intensiver wird der Farbauftrag beim Drucken.

 

Aquatinta ist eine malerische Tiefdrucktechnik, die schon der spanische Meister Goya verwendet hat. In mehrere Kupferplatten werden in einem aufwendigen Verfahren in einer speziell ausgestatteten Druckwerkstätte mithilfe von Eisenchlorid Flächen geätzt. Dabei decke ich mit Asphaltlack bestimmte Teile der Platte ab, so dass diese von der Ätzlösung nicht berührt werden können. Alles, was frei geblieben ist, wird schichtweise abgetragen - je nach Dauer der Einwirkzeit entstehen so flache oder tiefere Aushöhlungen. Wenn dann im nächsten Schritt die Farbe aufgetragen und wieder weggewischt wird, setzt sie sich in den tiefer liegenden Flächen ab und kann beim nachfolgenden Drucken ihre Farbe genau an diesen Stellen wieder auf das Papier abgeben. 

 

Wichtig ist, dass jede Platte nur mit einer Farbe vorbereitet werden kann - je mehr Farbnuancen ich also verarbeiten und je mehr Farbzusammenspiele ich kreieren möchte, desto mehr verschiedene Platten brauche ich. Nach jedem Druckvorgang muss die jeweilige Platte gereinigt und neu mit der Farbe eingestrichen werden - so entstehen die charakteristischen Farb- und Musterkombinationen der Radierungen.  

    

Foto: Trommeter-Szabo (Aran, Waiting, Aquatinta III)

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